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Auf welche Versicherung muss man achten, wenn man mit dem Boot verreist?

Welche Versicherungen für eine Reise mit dem Boot erforderlich sind, unterscheidet sich danach, ob die Reise als Teilnehmer an einer Bootstour erfolgt oder man mit dem eigenen oder einem geliehenen Boot unterwegs ist. Einige Versicherungen sind jedoch in jedem Fall nützlich.

In allen Fällen gilt, dass eine Reiserücktrittskostenversicherung nützlich ist, wenn eine Bootsfahrt vorab gebucht wird. Schäden, welche ein Teilnehmer einer Reise Mitreisenden zufügt, sind in der Regel durch die Privathaftpflichtversicherung versichert; das gilt aber nicht für einen gegen Vergütung tätigen Skipper, dieser benötigt eine spezielle Haftpflichtversicherung. Viele Hausratsversicherungen leisten nicht, wenn der Diebstahl im Ausland aus einem nicht abschließbaren oder von Fremden mitbenutzten Raum erfolgt. Auf einfachen Booten sind die Schlafräume nicht immer abschließbar, ebenso teilen sich oft mehrere Teilnehmer einen Raum. Im Gegensatz zur Hausratsversicherung deckt eine Reisegepäckversicherung auch Schäden durch Diebstähle aus Gemeinschaftsräumen oder nicht abschließbaren Räumen, sie bezeichnet das entsprechende Risiko als Campingrisiko. Nicht zu vergessen ist auch die private Auslandskrankenversicherung, sofern sich die Reise nicht ausschließlich auf Ziele in Ländern beschränkt, mit welchen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat. In einigen Ländern ist der Landgang nur möglich, wenn der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung nachgewiesen werden kann. Eine Unfallversicherung ist während einer Bootsfahrt ebenso nützlich wie eine Krankenhaustagegeldversicherung oder eine Krankentagegeldversicherung. Gegenüber dem Einzelabschluss ist eine Jahrespolice für die Auslandskrankenversicherung deutlich günstiger.

Die private Haftpflichtversicherung leistet nicht für Schäden an gecharterten Booten, so dass sich eine spezielle Versicherung anbietet, sofern der Verleiher nicht ohnehin nur mit Vollkasko vermietet. Falls ein Boot wahlweise mit oder ohne Vollkasko gechartert werden kann, empfiehlt sich die Entscheidung für die Vollkaskoversicherung, damit bei eventuellen Schäden am Boot nicht gehaftet werden muss. Die Vollkaskoversicherung ist in der Regel mit einem Selbstbehalt ausgestattet, in dessen Höhe beim Chartern eines Bootes eine Kaution zu hinterlegen ist. Diese Kaution kann durch eine Kautionsversicherung ersetzt werden. Die Haftpflichtversicherung bezieht sich auf das Boot und ist bei einem zu charternden Boot sicher abgeschlossen.

Wer ein eigenes Boot besitzt und damit fährt, benötigt in jedem Fall die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung. Eine Teilkaskoversicherung schützt zusätzlich vor den Kosten eines Diebstahls des Schiffes, während eine Vollkaskoversicherung den Schaden am eigenen Boot erstattet, wenn der Besitzer einen Unfall selbst verschuldet. Auf dem Versicherungsmarkt werden weitere Versicherungen wie Reparaturversicherungen und unterschiedliche Bootsschutzbriefe angeboten. Diese freiwilligen Versicherungen können im Versicherungsfall zu nennenswerten Einsparungen führen. Jeder Bootsbesitzer muss sich fragen, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein entsprechender Schaden eintreten wird und die Versicherungsprämien mit den eventuellen Leistungen der jeweiligen Bootsversicherungen vergleichen. Wer sein eigenes Boot verleiht, sollte unbedingt eine Folgekostenversicherung abschließen, da die Kaskoversicherung für Boote nur unmittelbare und keine indirekten Schäden begleicht.