Andenken aus dem Urlaub – Worauf achten?

Bei der Rückkehr aus dem Urlaub, stellt sich für viele Touristen die Frage, was sie bedenkenlos mitbringen können. Souvenirs für Freunde und die Familie sind ein äußerst beliebtes Urlaubsgeschenk, aber nicht alle Waren sind zoll- oder steuerfrei. Zudem gibt es eine ganze Menge Mitbringsel, von denen Urlauber lieber die Finger lassen sollten, weil ihre Einfuhr strengstens verboten ist und mit Bußgeldern bis hin zur Gefängnisstrafe geahndet wird.

Besondere Vorsicht ist beispielsweise bei Souvenirs geboten, die auf Wochenmärkten oder unter der Hand verkauft werden. So exotisch und einzigartig eine Handtasche aus echtem Krokodilleder oder der Aschenbecher aus einem Elefantenfuß auf den ersten Blick auch sein mag, die dafür getöteten Tiere sind geschützt und eine Einfuhr derartiger Geschenke ist verboten. Gleich streng wird die Einfuhr von Pflanzen- und Tiererzeugnissen kontrolliert. Dazu gehören zum Beispiel Tierfelle, Elfenbein, Jagdtrophäen oder Korallen. Bei einem Shoppingtrip im Urlaubsland eingekaufte Kleidung, kann hingegen bis zu einem Wert von 1.500 Euro problemlos eingeführt werden. Anders sieht es mit Arznei- und Betäubungsmitteln aus, die zum Teil nur mit einer ärztlichen Erlaubnis mitgebracht werden dürfen. Das gilt vor allem, wenn ein Urlauber gesundheitsbedingt auf bestimmte Medikamente angewiesen ist.

Ob Kleidung, Schmuck, Geschenke oder Bargeld – in vielen Bereichen gibt es Ausnahmen, die das Einführen für den rein persönlichen Bedarf in bestimmten Mengen erlauben. Wird diese Menge überschritten, muss sie verzollt werden. Ob und in welcher Form dieser Bedarf durch offizielle Papiere bewiesen werden muss, entscheidet der Zoll. Daher sollte sich jeder Tourist, der aus dem Ausland einreist, darüber im Klaren sein, dass er Waren nur dann mitbringen darf, wenn er sich vorher darüber informiert hat, dass diese keinem Verbot unterliegen. Die aus Frankreich mitgebrachte Flasche Chardonnay ist beispielsweise kein Problem, aber wie sieht es mit einer ganzen Kiste aus? Tut ein Reisender das nicht, kann es mitunter sehr unangenehm werden. Verbotene Souvenirs werden rigoros beschlagnahmt und je nach Einzelfall kann auf den Urlauber eine empfindliche Strafe für die Einfuhr von verbotenen Waren zukommen. Bei besonders schweren Fällen, wie zum Beispiel der unerlaubten Einfuhr von Schusswaffen, können Urlauber im schlimmsten Fall zu einer Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren verurteilt werden.

Andenken aus dem Urlaub sind etwas Wunderbares, aber wer sich nicht sicher ist, ob er Dieses oder Jenes einführen darf, sollte lieber davon Abstand nehmen. So können Probleme bei der Einreise gar nicht erst aufkommen und die Erinnerungen an den Urlaub werden nicht durch das Zahlen einer Strafe oder anderen Ärger getrübt.